Der-Die-Das Kartoffel

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Geschlechtergerechte Kartoffelsorten?

Eine Gruppe von Kartoffelnasen, pardon Kartoffelfreunden fordert in einer geplanten Petition, dass sich der Bundestag für eine Gleichbehandlung der Geschlechter bei der Vergabe von Namen für Kartoffelsorten einsetzt. Lassen wir doch mal das Flüchtlingsproblem, den IS-Terror, den Erdogan, die Arbeitslosendynamik, den Parteienzwist, das Drogenproblem, die Rechtschreibereform und was sonst noch so die Gemüter erhitzt, kurz beiseite und widmen uns der Frage, wie man die Sorge der Antragsteller mildern könnte.

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Est nomen omen?

„nomen est omen“ ist ein – wahrscheinlich von Plautus stammendes – lateinisches Zitat. Es besagt, dass Namen bestimmte Bedeutungen vermitteln können.

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Was verbindet nun die italienische Fußballmannschaft, die Teilnehmerinnen am Fraueneinzel 2016 in Wimbledon und das Kartoffelsortiment des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg bei Karlsruhe? Auf alle drei Bereiche trifft die lateinische Redensart „nomen est omen“ zu.

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Unser täglich Brot

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Unser täglich Brot

Was Brot ist und wozu man es isst, ist doch jedermann bekannt! Was soll man zum Thema Brot heute noch schreiben? Vielleicht lohnt es aber doch, zu untersuchen,

  • wo überall das Brot als Wort versteckt ist, um darüber zu philosophieren,
  • wo es als Objekt Bedeutung besitzt
  • oder zu fragen, welche ernährungsphysiologischen Zusammenhänge bestehen.

Daraus ergeben sich philologisch-philosophische Aspekte für Verstand und Seele sowie praktisch verwertbare Fakten, die im Alltag nützlich sein können.

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Wasser & Kunst

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Wasser & Kunst
Meine Raumskulpturen zum Thema Wasser

Im Jahr 2008 konnte ich mich mit zwei Plastiken an der Ausstellung „Spielart“ im Regierungspräsidium Karlsruhe am Rondellplatz beteiligen. Beide Objekte fanden bei den Besuchern großen Anklang, besonders das Phosphat-Hydrat im Format 26 x 26 x 26 cm.

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Jahre der Eigenzeit – Ausstellung im Künstlerhaus

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Jahre der Eigenzeit – Ausstellung im Künstlerhaus

Zusammen mit meinem Künstlerkollegen Hubert Goldacker habe ich Möglichkeit, im Künstlerhaus des BBK auszustellen. Wir kommen beide aus dem Bereich der exakten Naturwissenschaften. Hubert ist promovierter Chemie-Ingenieur, ich bin emeritierter Professor für Pharmazeutisch-Medizinische Chemie der Uni Tübingen. Seit unserer beruflichen Entpflichtung haben wir uns der bildenden Kunst gewidmet.

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Wortspielereien – Mein neues Buch

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Wortspielereien – Mein neues Buch

Neben meinen naturwissenschaftlichen Büchern und Publikationen habe ich mich – als Verfechter des Kulturguts Deutsche Sprache – mit  Wortspielen befasst. Zunächst erschien im Jahr 2013 das Buch Banker und Bankerte. Schon 2014 folgte das Buch Ich weiß nicht, was soll es bedeuten. Da aller guten Dinge drei sind, gesellt sich nun unter dem Titel „Wortspielereien“ ein drittes Buch hinzu, das Sie hier bestellen können.

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Alles Gute zum Jahreswechsel!

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Den Besucherinnen und Besuchern meines Blogs wünsche ich einen guten Start in ein ereignisreiches, aber friedliches und gesundes Jahr 2016.

Den Lesern meiner Publikationen empfehle ich mein neuestes Buch Wortspielereien, das Anfang Dezember erschienen ist.

Über einen Besuch von Kunstfreundinnen und Kunstfreunden der Ausstellung
„Jahre der Eigenzeit“ im Künstlerhaus des BBK würde ich mich freuen.
Vernissage ist am Sonntag, 17. Januar 2016, 11 Uhr

Hermann J. Roth

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Der richtige Doktor und der echte Professor

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Der richtige Doktor und der echte Professor.*)

*) Damit der folgende Text unkompliziert bleibt, gilt die Bezeichnung Professor gleichberechtigt für Professorin. Siehe hierzu meinen Blog Der sprachneutrale Professor.

Um die müden Knochen wieder etwas zu beleben, war ich zur Moorkur in Bad Kohlgrub im Pfaffenwinkel. Als der behandelnde Kurarzt „Prof. Dr. H. R.“ auf meinem Patientenbogen gelesen hatte, fragte er mich, welche Art von Patienten ich behandeln würde. Auf meine Antwort „keine, denn ich bin Naturwissenschaftler“, meinte er „ja da sind Sie ja gar kein richtiger Dokter“.

Den Doktor-Titel, abgekürzt Dr., den höchsten akademischen Grad, erwirbt man bekanntlich durch eine wissenschaftliche Arbeit, genannt Dissertation und eine mündliche Prüfung, das Rigorosum. In Deutschland versteht man umgangssprachlich unter Doktor einen Arzt. Doktor und Arzt werden bei uns ohne zu reflektieren synonym gebraucht. „Zum Doktor gehen“ bedeutet einen Arzt aufsuchen. „Den Doktor fragen“ heißt, den Arzt um Rat bitten.

Den Dr.-Titel findet man aber oft auch sehr zu Recht bei Personen, die in anderen Berufen tätig sind. Heute sind die meisten Chemiker (impliziert weibliche und männliche Personen), die eine angemessene Position innehaben, promoviert, was auch eine wissenschaftliche Qualifikation impliziert. Wenn ein Chemiker den Dr. rer.nat. erwerben will, muss er eine anspruchsvolle experimentelle, „nasschemische“, apparative oder theoretische, jedenfalls eine wissenschaftliche Arbeit geleistet haben, die im Schnitt zwei bis drei Jahre oder auch länger dauert und deren Beginn ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus setzt. In anderen naturwissenschaftlichen, mathematischen, geisteswissenschaftlichen, philologischen, philosophischen, juristischen oder weiteren Fächern dürften die Anforderungen zur Erlangung eines Dr.-Titels vergleichbar anspruchsvoll sein.

Wie steht es aber bei den Medizinern? Nicht verschweigen möchte ich, dass es auch in diesem Bereich Dissertationen gibt, die dem Qualitätsstandard anderer Fächer entsprechen. Das sind aber die Ausnahmen. Die meisten Arbeiten entstehen schon während des Studiums oder zur Zeit der klinischen Ausbildung und umfassen einen Zeitraum von ein paar Wochen bis ein paar Monaten, was mit dem geringen akademischen und wissenschaftlichen Wert des Dr. med. korrespondiert. In der ZEIT werden die Mediziner auch als Flachforscher bezeichnet.

Darüber hinaus entstehen die medizinischen Dissertationen sehr oft als Gemeinschaftsleistungen mehrerer Studierender, was zur Folge hat, dass auch die Texte weitgehend übereinstimmen. In solchen Fällen haben die Plagiatejäger leichtes Spiel und können fast immer bei entsprechenden Texten fündig werden. Es ist deshalb auch unsinnig, der derzeitigen Bundesverteidigungsministerin etwas zum Vorwurf zu machen, was im akademisch-medizinischen Bereich fast schon als Gepflogenheit zu betrachten ist.

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Vor einigen Jahren erhielt ich in Tübingen von einem medizinischen Privatdozenten nach einer internistischen Behandlung eine an Dr. med. H. Roth adressierte Rechnung. Als ich die Korrektur in Dr. rer. nat. verlangte, meinte er entschuldigend, dass Dr. med. die höchste Auszeichnung wäre, die sein Computer zu vergeben hätte.

Derzeit denkt man im Wissenschaftsrat darüber nach, ob man nicht bereits mit dem medizinischen Staatsexamen den Titel MD (Medical Doctor) – nach dem englischen Vorbild PhD (Philosophical Doctorate) – vergeben sollte. Voraussetzung zur Erlangung des Titels wäre dann nur eine kleine schriftliche Arbeit als Teil des Examens. Damit wäre dann endlich eine deutliche Abgrenzung eines als Titel vergebenen akademischen Grades von einem Dr.-Titel erreicht, der eine echte wissenschaftliche Arbeitsleistung voraussetzt.

Wenn wir nun die Qualität des Professoren-Titels unter die Lupe nehmen, dann geht es darum, ob die Ernennung nach einer mit verschiedenen Hürden versehenen akademischen Laufbahn und anspruchsvollen, erfolgreichen wissenschaftlichen, durch entsprechende Publikationen belegten Arbeiten durch die Beurteilung und Befürwortung einer fachlich kompetenten Berufungskommission erfolgt ist, oder aus der Gunst eines fachlich nicht qualifizierten Politikers.

Ehrenprofessor
In der Bundesrepublik ist jeder Ministerpräsident eines Lanes berechtigt, an Personen, die ihm in irgendeiner Weise verdient erscheinen, den Ehrentitel Professor zu verleihen. So ist z.B. Erwin Teufel, der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, heute Professor (h.c. oder E.h.) von Kretschmanns Gnaden.

Honorarprofessor
Der Titel klingt so, als hätte dessen Träger etwas mit Ehre zu tun, abgeleitet vom lateinischen Wort honor = Ehre. Honorarprofessor ist aber kein Ehrentitel sondern besagt, dass der Träger des Titels seine Tätigkeit normalerweise ohne Bezahlung, also ehrenamtlich ausübt. Honorarprofessoren sind nebenberufliche Hochschullehrer. Sie müssen vor ihrer Berufung pädagogische Eignungen nachweisen und wissenschaftliche Leistungen erbracht haben. Sie werden als Personen mit unmittelbarem Bezug zur Praxis in den universitären Lehrbetrieb einbezogen und sollen den Kontakt zwischen Hochschule und Praxis fördern.

Außerplanmäßiger Professor
war ursprünglich die Bezeichnung für einen nicht beamteten Professor, der die Lehrbefähigung durch seine Habilitation nachgewiesen hat und die Lehrbefugnis (venia legendi) besitzt. Privatdozenten kann der Titel a.pl. Professor nach angemessener Zeit und erbrachten universitären Leistungen verliehen werden. Bei medizinischen Privatdozenten ist dies oft mit der Möglichkeit verbunden, eine höhere Position wie leitender Oberarzt oder stellvertretender Klinikdirektor zu erlangen.

Ordentlicher und außerordentlicher Professor
Professoren, die früher als Universitätsprofessoren bezeichnet wurden, sind beamtete Hochschullehrer. Ihre Ernennung erfolgt nach einem anspruchsvollen Berufungsverfahren (Bewerbung, mehrfache Begutachtung, Probevortrag). Man unterschied ordentliche und außerordentliche Professoren. Heute werden sie in zwei verschiedene Besoldungsgruppen eingestuft: W3 und W2 bzw. C4 und C3.

Der ordentliche Professor (o. Prof., Ordinarius) ist Inhaber eines Lehrstuhls, verfügt über eine bestimmte Anzahl an Assistentenstellen und hat einen eigenen Etat. Er begleitet meistens das Amt des Institutsdirektors oder wechselt sich darin mit gleichrangigen Kollegen ab.

Der außerordentliche Professor (a.o. Prof.) hat – was Forschung und Lehre angeht – die gleichen Rechte und Pflichten wie der o. Prof, verfügt aber über weniger oder keine Mitarbeiterstellen und hat auch weniger reguläre Haushaltsmittel zur Verfügung.
Heute wird bei der Bezeichnung eines Hochschulprofessors auf die Unterscheidung in ordentlicher und außerordentlicher verzichtet. Doch ist zu bedenken, dass jeder Lehrstuhlinhaber ein Professor, aber nicht jeder Professor ein Lehrstuhlinhaber ist.

Daneben, besser gesagt ferner existieren noch eine Reihe weiterer Professoren:

  • Stiftungsprofessoren
  • Seniorprofessoren
  • Juniorprofessoren
  • Assistenzprofessoren
  • Gastprofessoren
  • Vertretungsprofessoren
  • Staats- und Ehrenprofessoren, und nicht zuletzt, d.h. nicht zu vergessen
  • Professoren als Leiter von Bundesbehörden und Museen.

Die Ministerialen (höhere Beamten in Ministerien) schielten schon immer neidisch auf den Professorentitel. Deshalb versuchten sie, leider mit Erfolg, den Titel für möglichst viele Ämter und Positionen einzuführen (so z.B. Leiter von Bundesbehörden). Damit einher ging die Entwertung des ursprünglich sehr ehrenvollen Titels.

Zum Schluss noch ein Wort zu den Begriffen Emeritierung und Pensionierung.
Ordentliche Professoren wurden früher bei Erreichung der Altersgrenze für ihre Berufstätigkeit emeritiert, das heißt bei Erhaltung ihrer universitären Rechte lediglich von ihren Lehrverpflichtungen entbunden. Nichtordinarien wurden pensioniert. Heute werden alle (Universitäts-) Professoren pensioniert. Das kostet den Staat auch weniger Geld.

Fazit: Der Professorentitel ist zu einer inflationären Bezeichnung verkommen und besitzt nicht mehr den ursprünglichen sozialen Wert.

Notabene: In Frankreich wird jeder Volks-und Grundschullehrer professeur genannt.

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Ist Bier bekömmlich? Was ist bekömmlich?

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Ist Bier bekömmlich?

Erhalten – erhältlich.
Bekommen – bekömmlich.
Das vom Verb bekommen abgeleitete Adjektiv heißt bekömmlich.

Doch das ist nicht alles. Laut Duden ist das Wort bekömmlich vom mittelhochdeutschen bekom(en)lich abgeleitet, was so viel bedeutet wie bequem oder passend. Heute hat es die Bedeutung verträglich, gut verträglich und leicht verdaulich.

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Mutter, der Rote war allzu feurig

Mutter, der Rote war allzu feurig,

erklärt in der Oper Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni der junge Bauer Turridu seiner Mutter Lucia. Die Folgen waren für ihn nicht gesundheitsfördernd sondern tödlich, aber nicht wegen des Alkohols sondern wegen seines Fremdgangs mit Lola, der Frau des Fuhrmanns.

Hier und heute geht es weniger dramatisch zu. Nicht der akute Tod steht zur Debatte, es soll nur entschieden werden, ob Rotwein gesund oder ungesund ist und nebenbei auch, was vom französischen Paradoxon zu halten ist. Inspiriert dazu hat mich der Artikel „Rotwein fördert Krebs und hilft dagegen“ von Sven Stockrahm in der ZEIT vom 31. März 2015.

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