Est nomen omen?

„nomen est omen“ ist ein – wahrscheinlich von Plautus stammendes – lateinisches Zitat. Es besagt, dass Namen bestimmte Bedeutungen vermitteln können.

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Was verbindet nun die italienische Fußballmannschaft, die Teilnehmerinnen am Fraueneinzel 2016 in Wimbledon und das Kartoffelsortiment des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg bei Karlsruhe? Auf alle drei Bereiche trifft die lateinische Redensart „nomen est omen“ zu.

Italienischer EM-Kader 2016 (Stand 1. Juli 2016)

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Von den 23 Mitgliedern des offiziellen EM-Kaders tragen 8 einen Familiennamen, der auf i endet. Das sind 34,8%.

Barzagli
Bernardeschi
Bonucci
Chiellini
De Rossi
Florenzi
Giaccherini
Marchetti

Unter den 11 Spielern, die gegen die deutsche Mannschaft antraten, waren immerhin noch 4 mit i am Ende, das sind 36,4%.

Fazit: In der italienischen Fußballmannschaft ist noch ein hoher Anteil an nativen Italienern anzutreffen.

Teilnehmerinnen am Fraueneinzel 2016 in Wimbledon (Stand 5. Juli 2016)

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Von den 28 Einzelspielerinnen, die 2016 in Wimbledon die dritte Runde erreichten, tragen 12 einen Familiennamen, der auf a endet. Das sind 42,9%.

Cepelova (Slowakei)
Cibulkova (Slowakei)
Kasatkina (Russland)
Kuznetsova (Russland)
Makarova (Russland)
Pavlyuchenkova (Russland)
Radwanska (Polen)
Safarova (Tschechien)
Shvedova (Kasachstan)
Siniakova (Tschechien)
Strycova (Tschechien)
Vesnina (Russland)

Von den 16 Achtelfinalistinnen sind es 8 mit Namen, die auf a enden. Das sind 50 %. Im Viertelfinale sind, wie nicht anders zu erwarten noch acht Spielerinnen, davon vier, deren Name mit a endet, also auch 50%.

Fazit: Wenn die zu beobachtende Tendenz anhält, wird bald über die Hälfte der renommierten Tennis-Spielerinnen aus Russland und osteuropäischen Ländern stammen.

Namen von Kartoffelsorten

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Am Sonntag den 3. Juli 2016 war Tag der offenen Tür im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Rheinstetten-Forchheim bei Karlsruhe. Dabei wurden u.a. verschiedene, in der Versuchsanstalt angebaute Kartoffelsorten vorgestellt.

Von den 20 präsentierten Sorten trugen 11 wohlklingende Mädchennamen:

Annabelle – Anuschka – Belana – Gala – Linda – Magda
Marabel – Miranda – Nicola – Sieglinde – Sissi

Die hier genannten Namen bilden keine Minderheit. Außer ihnen dienen Hunderte weiterer Mädchennamen zur Kennzeichnung bestimmter Kartoffelsorten.

Fazit: Alle Kartoffeln sind – bezogen auf die Kartoffel – weiblich, auch wenn sie ausnahmsweise mal einen männlichen Namen tragen sollten (z.B. Ackersegen).
Was liegt näher – wenn schon weiblich – dann weibliche Vornamen zu gebrauchen, zumal die phänomenalen und typischen Eigenschaften und Merkmale leicht in Einklang mit weiblichen Formen und Qualitäten zu bringen sind: Angenehme Formen, rund bis oval, mitteltiefe Augen, glatte Haut, vielseitig verwendbar, leicht zu handhaben, gesund und bekömmlich.

Notabene: Auf gegenderte Kartoffeln sollte verzichten werden.

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