Was verbindet diese Personen?

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 Calvin – Cromwell – Friedrich der Große – Goethe
Händel – Luther – Rubens – Wallenstein

Lesen Sie dazu Kapitel 8 meines Buches Unser täglich Gift. Leseproben:

Tod mit Messer und Gabel  –  Zu viel Fleisch

Der regelmäßige und übermäßige Verzehr von Eiweiß in Form von Fleisch und Fleischwaren eine Ursache für die Erkrankung an der Gicht. Die wissenschaftlich als Hyperurikämie bezeichnete, früher auch Zipperlein genannte Krankheit besteht in der Ansammlung von Harnsäure in den Gelenken. Sie kristallisiert besonders in Zehen und der Fingern aus und verursacht dort erhebliche Schmerzen. Auffallend ist, dass in vergangenen Zeiten arme Menschen, die sich kein oder nur selten Fleisch als Mahlzeit leisten konnten, nie an der Gicht erkrankt sind. Dagegen ist bekannt, dass wohlsituierte und hochgestellte Persönlichkeiten wie Friedrich Wilhelm I. von Preußen, sein Sohn, Friedrich der Große (daher die Bezeichnung „Hohenzollernkrankheit“), Wallenstein und Cromwell, Luther und Calvin, Rubens, Händel, Goethe und Napoleon infolge reichlichen Fleischgenusses von diesem tückischen Übel heimgesucht wurden. Die erste, wissenschaftlich fundierte Beschreibung der Gicht verfasste der englische Arzt Thomas Sydenham (1624 – 1689), der selbst lange an dieser Krankheit litt.

Die Harnsäure

ist jedoch kein Stoffwechselprodukt der Eiweißmoleküle, sondern der Purine, die am Aufbau der RNA (RNS) und DNA (DNS) beteiligt und damit im Fleisch und besonders in den Innereien anzutreffen sind. Als Purinquellen kommen ebenso Fische und weiterhin auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen in Frage. Ordnet man Fleischsorten und Innereien nach fallender RNA/DNA-Konzentration (mg/100 g) an, so ergibt sich die Reihenfolge Schweinemilz (1154) – Schweineleber (804) – Rinderleber (584) – Kalbsleber (551) – Forelle (223) – Schweinefleisch (161) – Rindfleisch (160). Geringe Mengen an Purinen sind auch im Bier enthalten und stammen aus der Hefe, die zum Bierbrauen verwendet wird. Noch reichhaltiger an Purinen sind die naturtrüben Biere, aus denen die verbliebene Hefe nicht abfiltriert wurde.

ISBN 978-3-7776-2346-7 – VK 29,80 €

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